Abstrakte Darstellung einer leuchtenden Glühbirne vor grünem Hintergrund, Symbolbild

Antisemitische „Al-Quds“-Demonstration in Frankfurt am Main

Seit 2015 hat sich Frankfurt am Main als jährlicher Veranstaltungsort der antisemitischen „Al-Quds“-Demonstration, die aus dem extremistischen schiitischen Spektrum heraus initiiert wird, etabliert. In diesem Jahr fand diese am 15. April statt.

Bis auf einen pandemiebedingten Ausfall im Jahr 2020 fand in Frankfurt am Main seit 2015 jährlich die antisemitische „Al-Quds“-Demonstration statt, sodass sich in Hessen - neben Berlin - ein fester Veranstaltungsort etablieren konnte. Während es in Berlin eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die antisemitische „Al-Quds“-Demonstration gibt, findet sie in Frankfurt von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet statt.

Die „Al-Quds“-Demonstrationen in Frankfurt werden in der Regel recht kurzfristig und unter unverfänglichen Titeln - wie z.B. „Stoppt den Krieg. Gegen Krieg“ - angemeldet. In den letzten Jahren fanden sie meist samstags und einen Tag nach dem offiziellen „Al-Quds“-Tag statt.

In diesem Jahr fand die Demonstration bereits am 15. April, also eine Woche vor dem internationalen „Al-Quds“-Tag, statt.

Das LfV Hessen warnt vor Frankfurter „Al-Quds“-Demonstrationen als einem offen sichtbaren Zeichen des israelbezogenen Antisemitismus. Die israelfeindliche Agitation der Demonstrationen lässt sich seit deren Bestehen über die Redebeiträge, die Werbung im Internet und die mitgeführten Plakate belegen.

Eine ausführlichere Auseinandersetzung mit den Inhalten der letzten Jahre finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Hintergrund

Der internationale „Al-Quds“-Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ruhollah Musawi Khomeini als ein „Tag zur Befreiung der Heiligen [Stadt Jerusalem] von zionistischer Besatzung“ ins Leben gerufen. „Al Quds“ bedeutet übersetzt „die Heilige“ und ist die arabische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem. Ziel des „Al-Quds“-Tages, der am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan begangen wird, ist eine weltweite Mobilisierung für die Eroberung und vollständige Herrschaft über Jerusalem durch den Islam.

Das iranische Regime verweigert dem israelischen Staat jegliche Anerkennung, denunziert ihn in seiner Propaganda regelmäßig als „kleinen Satan“ und strebt seine Vernichtung an. Andere terroristische islamistische Organisationen wie z.B. die mit einem Betätigungsverbot belegte „Hizb Allah“ teilen und verbreiten diese als antizionistischen Antisemitismus zu kategorisierende Propaganda ebenfalls.

Stand: 27.04.2023


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